Was passiert mit meinem Schrott? Der Recycling-Kreislauf

Erfahren Sie, wie Altmetall nach der Abholung sortiert, aufbereitet und in der Industrie wiederverwertet wird. Ihr Beitrag zum Umweltschutz.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welchen Weg alte Heizkörper, ausgediente Kupferrohre oder altes Kabelmaterial nehmen, nachdem sie von der Schrottabholung mitgenommen wurden? Altmetall ist kein Müll, sondern ein wertvoller Sekundärrohstoff. Der Recycling-Kreislauf sorgt dafür, dass aus alten Metallen wieder neue Produkte entstehen.

1. Abholung und Sortierung

Der Prozess beginnt direkt bei der Schrottabholung in NRW. Bereits beim Verladen wird das Material vorab eingeordnet. Sobald der Schrott auf dem Betriebsgelände ankommt, beginnt die eigentliche Werkstofftrennung. Eisenschrott (Fe-Metalle) wird mithilfe großer Magnete von Nichteisenmetallen wie Kupferschrott, Messingschrott oder Aluminiumschrott getrennt. Eine saubere Trennung ist für die spätere Qualität der Schmelze entscheidend.

2. Aufbereitung und Trennung von Verbundstoffen

Viele Gegenstände bestehen aus verschiedenen Materialkombinationen. Typisches Beispiel ist der Kabelschrott, bei dem der wertvolle Kupferkern von einer Kunststoffschicht umhüllt ist. Solche Verbundstoffe werden maschinell zerkleinert und durch spezielle Trennverfahren sauber voneinander geschieden. Auch gemischter Altmetall-Bestand wird so aufbereitet, dass reine Metallfraktionen entstehen.

3. Einschmelzen in Gießereien und Hüttenwerken

Das sortenreine Altmetall wird an zertifizierte Gießereien und Schmelzwerke geliefert. Dort wird das Material bei extrem hohen Temperaturen verflüssigt. Metall besitzt den großen Vorteil, dass es sich ohne Qualitätsverlust beliebig oft einschmelzen lässt.

4. Rückführung in die Industrieproduktion

Aus der Schmelze entstehen neue Rohlinge (wie Brammen oder Barren), welche die verarbeitende Industrie als Sekundärrohstoffe nutzt. Daraus werden neue Bauteile für Fahrzeuge, Maschinen oder die Elektroindustrie hergestellt. So schließt sich der Werkstoffkreislauf vollkommen.

Schrottrecycling schont Umwelt und Ressourcen

Die Wiederverwertung von Metallen schont primäre Rohstoffvorkommen und senkt den Energiebedarf drastisch. Die Erzeugung von Sekundäraluminium benötigt bis zu 95 % weniger Energie im Vergleich zur Primärgewinnung aus Bauxit. Auch der CO₂-Ausstoß verringert sich erheblich.

Jedes Kilogramm Altmetall im Recyclingkreislauf schützt wertvolle Umweltressourcen.

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